Genesungstipps

Krankheiten sind meistens nicht angenehm und stressig. Damit Sie möglichst schnell und so angenehm wie möglich genesen, haben wir Ihnen ein paar  in der Regel wirksame Verhaltensmaßnahmen zusammengestellt.

Wir beraten Sie gerne, sprechen Sie uns an.

Gute Besserung!

Blasenentzündung (akute Zystitis)

Meistens lösen Bakterien aus dem Darmtrakt die Entzündung der Blasenwand aus. In selteneren Fällen spielen Viren, Pilze oder Parasiten eine Rolle.

Begünstigende Risikofaktoren

  • Verringerte Abwehrkräfte, z.B. durch geschwächtes Immunsystem, Schwangerschaft
  • Diabetes mellitus, Unterkühlung (kalte Füße)
  • Keimverschleppung, z.B. beim Geschlechtsverkehr (Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr empfohlen) oder Toilettengang (Abwischverhalten)
  • Sonstige Gründe: Blasenfunktionsstörungen, geringe Trinkmenge (mangelhaftes Durchspülen der Blase), zu hoher pH-Wert des Urins (ggf. ansäuern mit Säften oder Medikamenten)

Therapie einer Blasenentzündung

  • Viel trinken (ca. 2-3 Liter pro Tag) und den Körper warm halten!
  • Körperliche Schonung
  • Besorgen Sie bereits bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung einen Blasen- und Nierentee in der Apotheke
  • Einnahme von pflanzlicher Medizin (z. B. Cystinol)
  • Ggf. Antibiotikaeinnahme

Wenn die Beschwerden trotz Selbstmedikation länger als fünf Tage anhalten, ist ein Arztbesuch dringend ratsam. Folgende Personengruppen sollten bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung grundsätzlich einen Arzt konsultieren: Schwangere und Stillende, Diabetiker, Patienten mit Niereninsuffizienz und schweren Herzerkrankungen.

Auch wenn Fieber, Schmerzen in der Nierengegend oder Blut im Urin auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Gegebenenfalls ist die Verordnung von Antibiotika angezeigt.

Zusätzliche Information

Eine Maßnahme zur Prophylaxe (Vorbeugung) und Behandlung rezidivierender (wiederkehrender) bakterieller Harnweginfekte ist die StroVac®-Impfung. Zuerst erfolgt die Grundimmunisierung mit der StroVac-Impfung dreimal im Abstand von ca. 2 Wochen. Sie gewährleistet einen Schutz von etwa zwölf Monaten. Dies ist allerdings keine allgemeine Kassenleistung und muss vom Patienten selbst getragen werden (ca. 140 Euro). Die Kosten können ggf. individuell von den Krankenkassen erstattet werden.

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Magen-Darm-Infekt

Hygiene spielt eine wesentliche Rolle:

  • Händewaschen nach dem Toilettengang/Erbrechen
  • Händewaschen vor und nach dem Kochen und Essen
  • gründliche Reinigung/Desinfektion von kontaminierten Flächen (mit Einmaltüchern)
  • Engen Kontakt zu anderen Personen vermeiden (Ansteckungsgefahr)

Bei der Nahrungsaufnahme/Flüssigkeitsaufnahme ist folgendes zu beachten

Empfohlene Getränke

  • Fenchel-, Melissen-, Kamillen- oder verdünnter schwarzer Tee, in jede Tasse 1 Teelöffel Zucker oder Honig und eine kleine Prise Salz geben. Anfangs schluckweise trinken
  • Mineralwasser mit wenig Kohlensäure oder stilles Wasser
  • Möchte man Cola/Limonade trinken, bitte darauf achten, dass kein Süßstoff enthalten ist
  • Bei Durchfall ausreichende Flüssigkeitszufuhr, ca. 2-3 l pro Tag

Empfohlene Lebensmittel

  • Anfangs Salzcracker/-stangen, Zwieback, Weißbrot
  • „langweilige Kohlenhydrate“ wie Nudeln (ohne Soße), Reis (möglichst lang gekocht), Kartoffeln (auch Schupfnudeln, Gnocchi etc.); klare Brühe / Nudelsuppe etc.
  • Dann allmählicher Kostaufbau mit magerem Fleisch, gekochtem Gemüse, Banane
  • Ungünstig sind anfangs fette und blähende Speisen. Auch Rohkost, Fleisch und Milchprodukte werden während des Infekts schlecht vertragen.

Empfohlene Medikamente (frei verkäuflich)

  • Dimenhydrinat (Vomex) als Tabletten oder Zäpfchen gegen Übelkeit
  • Loperamid (Immodium) gegen Durchfall
  • Buscopan oder Iberogast gegen Bauchkrämpfe

Prinzipiell sollte man auf das eigene Körpergefühl achten; wenn überhaupt kein Appetit besteht kann auch ein Verzicht auf feste Nahrung für ein bis zwei Tage sinnvoll sein. Außerdem sollten Sie sich schonen.

Ein Arzt sollte kontaktiert werden, wenn der Durchfall trotz Einhalten der Diätempfehlungen nach 2 Tagen nicht aufhört oder blutig ist, Fieber über 38,5 Grad auftritt, Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere oder ältere Menschen betroffen sind.

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Erkältung

Hygienemaßnahmen

  • Häufiges Händewaschen /-desinfizieren und das Niesen/Husten in ein Taschentuch oder den Ärmel (nicht die Hand!) reduziert eine Weiterverbreitung der Keime
  • Gebrauchte Taschentücher rasch entsorgen um eine Wiederansteckung zu vermeiden
  • Händeschütteln und Umarmungen vermeiden
  • Abstand von immungeschwächten älteren Menschen, Säuglingen etc.

Grundsätzlich gilt

  • Schonen Sie sich. Strikte Bettruhe ist nicht zwingend notwendig, insbesondere dann nicht, wenn Sie kein Fieber (über 38 Grad Celsius) haben.
  • Sport und andere Belastungen sollten Sie jetzt lieber meiden. Auch die Sauna sollte für die Zeit der Erkältung tabu sein.
  • Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und unterstützen Sie das Immunsystem bei seiner Arbeit, indem Sie auch ausreichend Zink und Vitamin C aufnehmen.
  • Bewährt haben sich auch kurze Erkältungsbäder zum Beispiel mit Eukalyptusöl oder Menthol. Die ätherischen Öle befreien die Atemwege, sind allerdings für Kleinkinder und Säuglinge nicht geeignet.
  • Auch Inhalationen, entweder mit schleimhautberuhigenden Kräutern wie Salbei oder Kamille oder mit abschwellenden Mitteln wie Salz, Eukalyptus oder Menthol sind ratsam.
  • Erkältungstees (z.B. mit Lindenblüten, Holunderblüten, Thymian und Anis, Salbei) sowie die heiße Zitrone tun dem Körper in dieser Zeit gut.

Empfohlene Medikamente

  • Bei Schnupfen befeuchtendes und/oder abschwellendes Nasenspray
  • Bei Kopf- und Gliederschmerzen evtl. Schmerzmittel (Ibuprofen, Paracetamol)
  • Bei Reizhusten evtl. Hustenstiller (je nach Ausprägung pflanzlich, frei verkäuflich oder rezeptpflichtig)
  • Bei Halsschmerzen entzündungshemmende und/oder schmerzlindernde Lutschpastillen oder Sprays

Arztkontakt

Ein Arzt sollte kontaktiert werden bei hohem Fieber (über 39 Grad), anhaltenden heftigen Kopfschmerzen, Atemnot/Kurzatmigkeit, Husten mit gelbem/grünem Auswurf, bellendem Husten, unstillbaren Reizhusten und Brustschmerzen.

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